Max Stirner
Gegründet am 22. Juni 2002 in Hummeltal bei Bayreuth

Max Stirner & Kunst

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Bilderserie nach Texten von Max Stirner *
angefertigt von dem Leipziger Künstler
Michael Blümel

Geist heißt die erste Selbstfindung, die erste Entgötterung des göttlichen, d.h. des unheimlichen, des Spuks,
der „oberen Mächte“.


Fremdheit ist ein Kennzeichen des „heiligen“. In allem Heiligen liegt etwas „unheimliches“, d.h. fremdes, worin wir nicht ganz heimisch und zuhause sind.
Was mir heilig ist, das ist mir nicht eigen.


Man sieht, wie es wieder „der Mensch“ ist, der auch den Begriff des Verbrechens, der Sünde, und damit den des Rechts zuwege bringt. Ein Mensch, in welchem ich nicht „den Menschen“ erkenne, ist ein „Sünder“, ein Schuldiger.


Nimm dir nur ein heiliges Interesse zu Herzen, so bist du gefangen und wirst um deine eigenen Interessen betrogen werden. Sprich das Interesse, welches du heute verfolgst, heilig, so bist du morgen sein Sklave.


Wer hätte es niemals, bewußter oder unbewußter gemerkt, daß unsere ganze Erziehung darauf ausgeht, Gefühle in uns zu erzeugen, d.h. sie uns einzugeben, statt die Erzeugung derselbigen uns zu überlassen, wie sie auch ausfallen mögen. Hören wir den Namen Gottes, so sollen wir Gottesfurcht empfinden, hören wir den der fürstlichen Majestät, so soll er mit Ehrfurcht, Ehrerbietung, Untertänigkeit aufgenommen werden, hören wir den der Moral, so sollen wir etwas unverletzliches zu hören meinen, hören wir von den Bösen, so sollen wir Schaudern usw..


Was man Staat nennt, ist ein Gewebe und Geflecht von Abhängigkeit und Anhänglichkeit, es ist eine Zusammengehörigkeit, ein Zusammenhalten, wobei die Zusammengeordneten sich ineinannder schichten, kurz, gegenseitig voneinander abhängen; er ist die Ordnung dieser Abhängigkeit.


Der Freigegebene ist nichts als ein Freigelassener, ein libertinus, ein Hund, der ein Stück Kette mitschleppt: er ist ein unfreier im Gewande der Freiheit, wie der Esel in der Löwenhaut...


All unsere romantische Liebe bewegt sich in demselben Ausschnitt: überall die Heuchelei oder vielmehr Selbsttäuschung einer „uneigennützigen Liebe“, ein Interesse am Gegenstande um des Gegenstandes willen,
nicht um meinet- und zwar allein um meinetwillen.


Die Kunst schafft Entzweiung, indem sie den Menschen das Ideal entgegenstellt; der Anblick des Idealen aber, der so lange dauert, bis vom unverwandten, gierigen Auge das Ideal wieder eingesogen und verschlungen worden, heißt Religion.


Läßt du dir von einem anderen Recht geben, so mußt du nicht minder dir von ihm Unrecht geben lassen; kommt dir von ihm die Rechtfertigung und Belohnung, so erwarte auch keine Anklage und Strafe. Dem Rechte geht das Unrecht, der Gesetzlichkeit das Verbrechen zur Seite.


Erst dann, wenn ich meiner gewiß bin und mich nicht mehr Suche, bin ich wahrhaft mein Eigentum: ich habe mich, darum brauche und genieße ich mich. Dagegen kann ich meiner nimmermehr froh werden, so lange ich denke, mein wahres Ich hätte ich erst noch zu finden.


Nur wenn ein Mensch auch sein Fleisch vernimmt, vernimmt er sich ganz, und nur, wenn er sich ganz vernimmt, ist er vernehmend oder vernünftig.


* Technik: Ritzzeichnung in Ölpastell mit einem Brieföffner aus den 20er Jahren angefertigt / jeweils in A4-Format; Verkaufspreis: 2640 Euro für alle 12 Blätter [Unikate]

Diese Ölpastelle können auch als Farbkopien (limitierte Ausgabe) für einen Preis von 25,00 Euro erworben werden!

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